Der Handel im Wandel der Zeit

Auch wenn heutzutage noch immer der Grundsatz gilt, dass der Handel immer ein Tauschgeschäft ist, so hat sich im Laufe der Geschichte einiges geändert. Nicht nur die Waren, sondern auch die Arten und Vorgehensweisen des Handelns. Drehen wir das Rad der Zeit sehr weit zurück, und geben uns der Faszination der Historie hin.

Der Warentausch

„Am Anfang war das Feuer…“ – Nein. Das kam wesentlich später. Denn noch bevor die Urmenschen auf die Erwärmung ihrer Nahrung zurückgreifen konnte wurde untereinander getauscht. Zumindest unter Gleichgestellten, die sich nicht gegenseitig beraubten. In dieser Form existiert der Handel also schon eine geraume Zeit. Und selbst bei sehr kleinen Kindern stellen wir erste Aktionen in dieser Hinsicht fest. Nachdem sie gelernt haben zu teilen, und ein Bewusstsein dafür entwickelt haben, dass sie sich nicht einfach nehmen dürfen was sie begehren, starten erste Versuche des Handelns. Das Spielzeugauto wird gegen den Schokoriegel des Freundes getauscht. Man mag sich zwar darüber streiten, wer von den beiden denn nun das bessere Geschäft gemacht hat, aber für die Beteiligten ist dies nebensächlich. Denn kommt ein solcher Tausch zustande, dann sind immer beide Seiten mit dem Ausgang zufrieden. Natürlich nur so lange er nicht auf der Basis von Druck oder Zwang geschieht. Die Ermittlung des materiellen Werts erfolgt erst viel später in der Kindheit. Man sollte als Eltern darauf bedacht sein, dass man das Tauschen nicht vehement unterbindet, sondern nur bei wirklich haarsträubend unsinnigen Aktionen einschreitet, aber dem Kind eine Erklärung abgibt. Denn – früh übt sich, wer ein erfolgreicher Geschäftsmann werden will!

In der heutigen Zeit ist das Angebot an Produkten nahezu grenzenlos. Dies gilt besonders für das Internet. Zahlreiche Online-Shops locken mit verschiedensten Angeboten. Sogar Mittel gegen Rückenschmerzen können in einer Internetapotheke erworben werden. Moderne Kommunikation hat viele Vorteile, doch manchmal ist es besser, auf das Altbewährte zurück zu greifen. In der Industrie z.B. müssen es nicht immer High-End PCs und Flatscreens sein. Ein paar Sicherheitshinweise können auch Eloxalschilder gut veranschaulichen.

Edelmetalle und Edelsteine als Tausch- und Zahlungsmittel

Im Gegensatz zur allgemeinen Währung, die erst viel später eingeführt wurde, galten Edelmetalle / Edelsteine generell in ihrer Beschaffenheit als kostbar. Je seltener und schwieriger zu fördern, umso höher war der Wert einzustufen. In erster Linie war es das Gold, welches sehr großes Begehren weckte. Es war nicht nur rar und mühsam zu gewinnen, sondern sah dazu noch wundervoll aus. Die Gier nach diesem Edelmetall war es auch, die so manches Imperium in die Knie zwang. Der Gegenwert war nie wirklich festgelegt. Er wurde auch damals schon durch das Angebot und die Nachfrage geregelt. Später ging man zur Prägung von Münzen über. Je nach Gewichtung des Wertes gab es diese vornehmlich aus Kupfer, Silber oder eben Gold. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Menschen ob der unsicheren Wirtschaftslage zunehmend verunsicherter werden, setzt man wieder vermehrt auf den Besitz reeller, begreifbarer Werte wie zum Beispiel Gold. Es unterliegt nicht der Inflation. Im Gegenteil – der Wert steigt. Womit wir zu einem der Nachteile kommen, was die heutigen gängigen Zahlungsmittel angeht.

Die Währung

Später ging man dazu über, dass die Zahlungsmittel als solches keinen adäquaten materiellen Wert gegenüber dem nominellen Wert mehr aufwiesen. Ein anschauliches Beispiel: Wir betrachten einen aktuellen 50-Euro-Schein. Der Materialwert liegt im Cent-Bereich. Tauscht man ihn komplett gegen Nahrungsmittel in einem Supermarkt, dann erhält man derzeit ca. 100 Liter Milch. Wenn aber Lebensmittel knapp werden, sei es aufgrund von Naturkatastrophen oder Kriegen, dann beginnt das Problem der Inflation. Der Wert des Geldes steht in keiner Relation mehr zur Menge und Verfügbarkeit der Waren. Im schlimmsten Fall bricht das Währungssystem zusammen, und man kehrt automatisch wieder zum reinen Warentausch zurück, damit ein Überleben gesichert werden kann. Die Weisheit „Geld kann man nicht essen!“ kommt nicht von ungefähr. Und es ist auch keinesfalls verwunderlich, dass die meisten Staaten über Goldreserven verfügen, um eventuelle Zusammenbrüche abzufangen. Somit steht dem nominellen Wert der Zahlungsmittel auch ein reeller Wert an Edelmetallen gegenüber. In welcher Form sich dies die Waage hält – darüber kann nur gemutmaßt werden.

Vom Markthändler über den Krämer zum Discounter

Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat sich die Art des Vertriebs von Waren und Produkten einem stetigen Wandel unterzogen. Wenn wir an die früheren Epochen denken, so kommt uns bestimmt schnell der typische Marktplatz in den Sinn. Eine Ansammlung von Händlern, die lautstark versuchten ihre Erzeugnisse an den Mann zu bringen. Noch heute kann man auf beispielsweise Wochenmärkten sehr frische Waren beziehen, die teilweise direkt vom Erzeuger angeboten werden. Nachdem sich dieses Prinzip etabliert hatte gingen immer mehr Händler dazu über ihr Sortiment an einem festen und ständigen Platz anzubieten. Der Krämer war geboren. In einem solchen Laden gab es bereits eine tolle Vielfalt an den verschiedensten Artikeln. Die Gesellschaft wuchs unaufhörlich, und mit ihr der Bedarf an größeren Mengen Waren. Mittlerweile wird auf riesigen Verkaufsflächen eine schier unglaubliche Masse an Produkten verkauft. Da diese von den Discountern in Großmengen angekauft werden können, sinken die Preise dementsprechend. Sehr zur Freude der Konsumenten. Dennoch werden diverse Aufwendungen des Verkäufers auf die Preise geschlagen, und somit an den Endverbraucher weitergegeben. Die Kosten für die Räumlichkeiten und das Personal. Hier punktet der Onlineshop. Der Interneteinkauf ist nicht nur aufgrund der ständigen Verfügbarkeit und der stressfreien Auswahl von Produkten sehr beliebt, sondern auch weil sich die Preisgestaltung gegenüber Supermärkten und Diskountern ein wenig anders gestaltet. Die Personalkosten werden niedriger gehalten, und es fallen nur die Kosten für Lagerung und Verwaltung an. Dadurch ist auch das Angebot an verschiedenen Produkten – wie beispielsweise einem Wandtattoo oder ein Gaming PC – viel größer geworden und wächst beständig.